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Unsere Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Treppendorf

(gegr.: 10. Januar 1924)

Auf der Grundlage von überlieferten Unterlagen wie:

Der Stammrolle der Freiwilligen Feuerwehr Treppendorf vom 10. Januar 1924 mit der Eintragung der Mitglieder in den Protokollbüchern von 1930 - 1949, 1951 - 1955, 1955 - 1964
wurde diese Chronik erstellt. Dazu ist zu bemerken, dass dieses Dokument keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Während in Lübben bereits am 08. Oktober 1863 die "Lübbener Turner – Feuerwehr" gegründet wurde, - aus Bürgersinn und mit dem Willen, Hilfe zu leisten, wenn es brannte, erfolgte die Gründung in Treppendorf erst 60 Jahre später.
So handeln die Feuerwehrleute auch heute, - uneigennützig, ehrenamtlich, einsatz- und hilfsbereit. Lübben, wie auch Treppendorf ist in alten Zeiten regelmäßig abgebrannt. Im Jahre 1781 brannte Treppendorf vollkommen nieder, bereits 5 Jahre später wiederholte sich das Drama erneut. Erst 47 Jahre nach diesen Heimsuchungen, am 10. Januar 1924 haben 3 kluge Männer die Gründung unserer Freiwilligen Feuerwehr Treppendorf vorbereitet und durchgeführt.

Es waren: Der Kreisdirektor Herr Richter, der Bürgermeister Herr Ferdinand Lehmann und Herr Walterstein.

Am gleichen Tage traten 27 Treppendorfer Bürger der Wehr bei.
Laut Eintragung in der Stammrolle waren es:
Bullan, Gustav – Landwirt Hensel,
Erdmann – Landwirt Hut,
Wilhelm – Lehrer
Lehmann, Ferdinand – Landwirt
Knobba, Otto – Eisenbahnbeamter
Lollo, Fritz – Pensionär
Dorandt, Paul – Landwirt
Starke, Karl – Landwirt
Hensel, Gustav – Landwirt
Noack, Kurt – Schuhmacher
Wilde, Karl – Gastwirt
Sattler, Erwin – Landwirt
Jurisch, Paul – Landwirt und Zimmermann
Lehmann, Erich – Landwirt
Mochow, Ernst – Landwirt und Zimmermann
Görsch, Paul – Zimmermann
Lorenz, Alfred – Zimmermann
Bauer, Wilhelm – Zimmermann
Michelchen, Wilhelm – Landwirt
Hampusch, Paul – Landwirt
Graßmann, Paul – Landwirt
Götz, Max – Maschinenschlosser und Landwirt
Henzka, Paul – Brunnenbauer
Fabian, Max – Gastwirt
Neumann, August – Landwirt
Mroß, Albert – Zimmermann
Ziemainz, Albert – Arbeiter

In den folgenden Jahren gab es zahlreiche Beitritte in dei Freiwillige Feuerwehr Treppendorf. Die letzte Eintragung in die Stammrolle war am 13.03.1937 mit der Mitgliedsnummer 93 – ein Herr Lange, Eisenbahnschaffner als förderndes Mitglied. Die handschriftliche "Satzung und Dienstordnung" für die Freiwillige Feuerwehr zu Treppendorf wurde vom kommissarischen Amtsvorsteher – Amt Steinkirchen – am 05. März 1929 mit Siegel bestätigt. Soweit aus der Stammrolle die wesentlichen Fakten zur Gründung der Wehr.

Das älteste Protokoll der Treppendorfer Wehr weist das 1. Protokoll vom 15.11.1930 aus und folgend bis 1944.

Der damalige Oberbrandmeister und Unterkreisführer im Amtsbezirk – August Neumann – hat dankenswerter Weise auf den letzten Seiten des ersten Protokollbuches (von 1924 – 1940), handschriftlich 1964 anlässlich des 40 – Jährigen Bestehens unserer Wehr über die Arbeit der Treppendorfer Feuerwehr Aufzeichnungen gemacht.

Daraus die wichtigsten Ereignisse:

Von 1924 bis 1930 fehlen die Protokolle vom damaligen Schriftführer Herrn Hut (Dorflehrer).
Die Differenz der Mitgliederzahl zum Zeitpunkt der Gründung kann Nicht mehr aufgeklährt werden.
Während in der Stammrolle exakt die 27 aufgeführten Personen am 10. Januar 1924 der Wehr beigetreten sind, schreibt August Neumann:
- "Am 10. Januar 1924 wurde die Freiwillige Feuerwehr Treppendorf gegründet. 42 Kameraden wurden aufgenommen. Oberführer war Herr Rudolf Schade, stellvertreter war Paul Henzka. Im Mai 1924 legten die Kameraden die Führung nieder. Zum Oberführer wurde Gustav Bullan, stellverteter August Neumann, Schriftführer Lehrer Hut gewählt".

Er schreibt weiter: "Im Mai 1924 bekamen wir die neue Saug- und Druckspritze, dann auch die neuen Uniformen für den Dienst. Es hatte jeder eine "Extra – Uniform", auch Feuerwehrstiefel. Die Ausbildung an den Geräten der Saug- und Druckspritze, der Steiger usw. Wurde mit Lust und Liebe wahrgenommen. Auch die Versammlungen waren immer gut besucht. Im Mai 1930 legte Oberführer Bullan seinen Posten nieder. Im Juni 1930 wurde der Stellvertretende Oberführer Neumann mit Stimmzettel einstimmig zum Oberführer gewählt. Stellvertreter wurde Wilhelm Michelchen. Wir hatten in unserer Wehr auch einen Spielmannszug, Trommeln und Pfeifen".

In der 1. Beilage zur Lübbener Zeitung (Niederlausitzer Stadt- und Landboote), Amtliches Verkündungsblatt von Mittwoch, den 09. Mai 1934 wird berichtet, "15. Kreisfeuerwehrverbandstag und Feier des 10 – jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Treppendorf".

Ich zitiere daraus eine Passage, weil sie gleichzeitig einen Einblick über die damaligen Verhältnisse der Freiwilligen Feuerwehr und das Umfeld geben.

"Treppendorf hatte sich am Sonntag festlich geschmückt. Fahnen, Girlanden und fröhliche Gesichter begrüßten die große Zahl Feuerwehrleute, welche zum Kreisfeuerwehrverbandstag und zur Jubiläumsfeier der Treppendorfer Freiwilligen Feuerwehr erschienen waren. Im Saale des Restaurants Weidmannslust fand um 10:00 Uhr der Kreisfeuerwehrverbandstag statt, den Herr Kreisbranddirektor Richter eröffnete. Herr Jahn als Vertreter des Landrates, Kreisversicherungskommissar Last sowie die Gemeindevertretung von Treppendorf waren ebenfalls anwesend".

Soweit zur Einleitung.

Weiter aus dem Jahresbericht des Kreisfeuerwehrführers.
"Leider kann ich Ihnen, so bemerkte der Vortragende weiter, in diesem Jahr keinen ausführlichen Bericht über die Verhältnisse und die Arbeit in unserem Verbande geben. Die Umorganisation nach dem Feuerlöschgesetz und die Neugründung von 40 Wehren machten eine sachgemäße Aufstellung unmöglich. Manchmal ist es kaum noch zu begreifen, dass in Gemeinden die Ansicht besteht, die Freiwilligen Feuerwehren verursachen nur Kosten. Meine lieben Kameraden sorgen Sie bitte dafür, dass man endlich einsieht, die Freiwillige Feuerwehr ist ein Grundstock für unseren inneren Aufbau im neuen Deutschland".

Fortsetzung folgt!